Daisy – ein Frauenname und ein Wiesenblümchen machen Geschichte

Was kommt Euch in den Sinn, wenn Ihr an 'Daisy' denkt? Uns natürlich das Gänseblümchen – das siebte und außergewöhnlichste Botanical, das unseren Lieblingsgin prägt. Wir haben gefragt, was Euch bei 'Daisy' in den Sinn kommt und es gab die unterschiedlichsten Assoziationen – angefangen bei Daisy als Frauenname, etwa der weiblichen Vertreterin aus Entenhausen oder Figuren aus Serienklassikern, wie z. B. Daisy Duke aus der Serie „Ein Duke kommt selten allein“ bis hin zu technischen Begriffen wie der Daisy Chain – eine Hardware Schaltung verschiedener Komponenten in einer seriellen Kette, also so wie in einer Gänseblümchenkette. Und da sind wir also wieder bei unserer liebsten Wiesenblume: Im folgenden Beitrag wollen wir Euch erzählen, wie wir zum Gänseblümchen und damit zu Daisy Gin, wie Ihr ihn heute kennt, gekommen sind.

Die Entwicklungsgeschichte von Daisy Gin (und wie es zum Gänseblümchen als besonderes Botanical kam)

Angefangen hat alles im Jahre 2015 in dem Keller einer alten Kölner Traditionsschreinerei auf dem Gelände der ehemaligen Schreinerei Engels & Boisseré. Heute wohnen hier ca. neun Familien mit vielen Kindern und dem gemeinsamen Interesse an einem sozialen und möglichst nachhaltigem Leben in niedlichen Holzhäusern. Hier saß man abends schon immer gerne mit Nachbarn und Freunden zusammen, um den Tag bei einem kühlen Kölsch oder eben einem besonders feinen Gin-Tonic ausklingen zu lassen. So auch die zwei Gründerväter des, heute als Daisy Gin bekannten, Bio Gins. Aus dieser schönen Tradition und der gemeinsamen Begeisterung für besondere Gins aus aller Welt, entstand irgendwann die Idee, selbst einen eigenen Gin zu kreieren. Vorbild für den Gin war damals der Schweizer Clouds Gin, ebenfalls ein Bio Gin, der zum einen auch pur sehr gut mundet und zum anderen mit sehr wenigen Botanicals auskommt. Mit einer kleinen Kupferdestille und ca. 45 wilder Ideen, welche Botanicals man unbedingt mal mazerieren müsse, ging es also los. Auch vor heimischen Wildkräutern wie dem Löwenzahn wurde dabei nicht halt gemacht und das Gänseblümchen stand von Anfang an ganz oben auf der Liste.

Daisy Gin in Gänseblümchenwiese

Nach 14 Monaten – statt wie ursprünglich mal geplant 3 Monaten – Experimentieren war es endlich soweit: Es gab 3 Rezepte für wohlschmeckenden Gin. Der Arbeitsname des Projektes war dabei – genau wegen dem Gänseblümchen - von Anfang an Daisy G.  Am Ende fiel die Entscheidung auf ein Rezept mit 8 Botanicals (mittlerweile sind es nur noch sieben, da Trüffel als Botanical rausgeflogen ist). Ursprünglich war das Ziel des Projektes, lediglich genug für einen lebenslangen Eigengebrauch, vom eigenen Lieblingsgin zu produzieren. Nach jedoch nur einem Monat waren bereits alle der damals produzierten 200 Flaschen vergriffen.

Besonders an dem neu kreierten New Western Style Gin war und ist, dass die üblicherweise dominierende Wacholdernote ganz bewusst etwas zurückgenommen wurde, um den spannenden Aromen von Muskatnuss-Blüten, Goji-Beeren und natürlich auch dem Gänseblümchen ihren Raum zu lassen.

Daisy Gin erobert die Welt

Um die schnell wachsende Nachfrage zu bedienen, wurde bereits für die ersten größeren Batches die Traditionsbrennerei Ehringhausen aus dem Münsterland gewonnen, die schon seit drei Generationen auf höchstem handwerklichen Niveau und mit großer Leidenschaft prämierte Bio-Brände produziert – und das sogar zu 100 % CO2-neutral, wie Ihr auch in unserem Blogartikel zum Thema Nachhaltigkeit nachlesen könnt.

Gin Verkostung in der Bio Brennerei Ehringshausen

Ein erster Ritterschlag war für Daisy Gin damals auch die Aussage von Brenner Georg Ehringshausen nach der ersten Kostprobe: „Für ein Kellerbräu ist der Gin der Hammer“. So wird Daisy Gin auch heute noch in der Brennerei Ehringhausen nach dem ursprünglichen 'Keller-Rezept' produziert, allerdings in einem besonders schonenden, 17-stündigen Destillationsprozess, bei dem am Ende nicht das gesamte Destillat, sondern nur der erste, besonders sanfte und aromatische Teil des Mittellaufes – sozusagen das Filet-Stück des Gins – in der Flasche landet. Der zweite Mittellauf, der am Ende deutlich „ruppiger“ wird, landet inzwischen in alten Bourbon-Fässern und ist Grundlage einer neuen speziellen Barrel-Edition, die wir unlängst auch mit auf dem Gin Festival in Amsterdam zum Testen mit dabei hatten. Die Entwicklungsgeschichte unserer Daisy G. hört somit nicht auf.

 

 

 

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